Fotografie & Bildbearbeitung

Fotografie und Bildbearbeitung

KameraBildmaterial kann für verschiedene Zwecke benutzt werden. Ein Foto oder eine Grafik kann die bildhafte Darstellung eines Textabschnittes sein oder der Unterstützung des Unternehmensimages dienen. Fotos von Personen bringen einen menschlichen Aspekt in die Homepage ein und machen die Webseite lebendig. Fotos können informieren oder verführen.

fotografierenDie Farben Ihrer Bilder, besonders Grafiken, sollten sich möglichst harmonisch in die Farbkompo- sition Ihrer Seite einfügen. Bei Grafiken lassen sich die Farben nachträglich entsprechend ändern. Bei der Fotografie sollte auf die dominierende Farbe des Objektes bzw. bei Personen auf die Farbe der Kleidung geachtet werden. Es ist also von Vorteil, wenn die Farbgebung Ihrer Webseite vor der Erstellung des Fotomaterials bereits geklärt ist.

Objektfotografie

Aufbau eines provisorischen Fotostudios

Vielleicht empfinden Sie es als zu aufwendig, extra einen Platz zum Fotografieren einzurichten, die Arbeit lohnt sich jeoch, Sie werden es sehen.

Aufbau FotostudioSuchen Sie sich eine freie Wandfläche mit einer Breite von ca. 2 bis 3m, bei größeren Fotoobjekten entsprechend mehr. Stellen Sie, mit ca. 1m Abstand, einen Tisch quer vor die Wand. Nehmen Sie ein großes Stück Stoff, z.B. ein Bettlaken, als Objekthintergrund. Der Stoff sollte möglichst glatt und die Farbe weiß sein oder zur Farbkomposition Ihrer Homepage passen. Das eine Ende des Stoffes befestigen Sie an der vorderen Tischkante, das andere Ende wird so an der Wand befestigt, daß sich eine auslaufende Fläche bildet. Achten Sie darauf, daß der Stoff keine Falten wirft. - Fertig ist der Aufbau.

Ausleuchtung eines Objektes

Mit modernen Digitalkameras, selbst den günstigen, kann man ohne Blitz fotografieren und erhält trotzdem ein Foto, auf dem alles zu erkennen ist. Der Blitz beleuchtet Ihr Objekt aus dem Betrachtungswinkel der Kamera. Das führt meist zu kleinen Schatten, die als schwarze, unschönen Ränder zu sehen sind. Besser ist es, wenn Sie Ihre Objekte mit separaten Lampen ausleuchten. Scheinwerfer wären natürlich optimal, aber wer hat schon ein paar Scheinwerfer in der Besenkammer. Hier ist Improvisationstalent gefragt. Nehmen Sie z.B. eine Haushaltsleiter als Stativ und eine Nachttischlampe ohne Schirm als Lichtquelle. Sie sollten mindestens ein 100 Watt Glühbirne benutzen. Stellen oder legen Sie die Nachttisch-lampe auf die Haushaltsleiter und fertig ist Ihr "Scheinwerfer".

ObjektausleuchtungCa. 1,5 m vor dem Tisch sollte Ihre Position für die Kamera sein. Stellen Sie Ihren "Scheinwerfer" 1 bis 2 m neben diese Position und ein Testobjekt auf den Tisch. Schalten Sie das Raumlicht aus. Sollte es Tag sein, schließen Sie die Rolläden bzw. Vorhänge und schalten Sie Ihren "Scheinwerfer" ein. Von der Kameraposition aus gesehen haben jetzt einen schönen Schattenwurf und sehen das Testobjekt mit einer beleuchteten und einer schattigen Seite. Die schattige Seite sollte zusätzlich mit etwas indirektem Licht aufgehellt werden.
Besorgen Sie sich dafür ein Stück weiße Pappe, Styropor o.ä. (ca. DIN-A3) und eine zweite Person zum Festhalten. Die zweite Person muß die Pappe so drehen, daß das Licht Ihres "Scheinwerfers" auf das Objekt zurückgeworfen wird. Jetzt haben Sie eine brauchbare Ausleuchtung Ihres Objekts erreicht.

Positionierung des Objektes

Ein Gegenstand muß aus dem optimalen Betrachtungswinkel heraus fotografiert werden. Vermeiden Sie platte zweidimensionale Darstellungen. Ein Objekt hat 3 Dimensionen und diese sollte der Betrachter auch sehen können. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schneiden Sie ein rechteckiges Loch hinein. Stellen Sie das Objekt, das Sie fotografieren möchten, auf den Tisch und betrachten Sie es durch das Loch Ihres Blatts. Alternativ können Sie statt des Blatts auch Ihre Hände benutzen. Bewegen Sie sich vor Ihrem Objekt nach links und rechts, oben und unten, bis Sie der Meinung sind, Sie haben einen Betrachtungswinkel gefunden, der die Ausstrahlung Ihres Objektes voll zur Geltung kommen lässt. Jetzt müssen Sie Ihr Objekt so auf dem Tisch positionieren, daß der Betrachtungswinkel zur Kamera zeigt.

Perspektive

Wenn Ihre Kamera die Möglichkeit bietet auf Kunstlicht umzuschalten, sollten Sie diese Einstellung wählen und können dann Ihr Objekt fotografieren. Fotografieren Sie das ganze Objekt. Detailausschnitte des Bildes kann man nachträglich am Computer ausschneiden.
Wenn Sie mehrere Objekte für ein Foto verwenden möchten, besteht die Gefahr einer unruhigen Wirkung. Der Betrachter eines solchen Fotos weiß nicht, welches Objekt ihm eigentlich präsentiert werden soll. Ihr Objekt sollte deshalb andere im Bild befindliche Objekte dominieren. Dominanz erreicht man z.B. durch Größe, das dominierende Objekt ist deutlich größer als die anderen, oder Farbe, das dominierende Objekt ist rot, alle anderen sind weiß.

Screenshot ArtweaverNachbearbeitung am Computer

Übertragen Sie Ihr Foto auf den Computer. Sollten Sie nicht im Besitz eines Bildbearbeitungsprogrammes sein, können Sie sich über unseren Downloadbereich das Freeware-Programm Artweaver herunterladen und installieren.

Ihr Foto wird wahrscheinlich alles andere als perfekt sein. Sie werden sicherlich einen roten Farbstich im Bild haben, das Bild wird zu dunkel sein und der Kontrast scheint auch nicht optimal zu sein. Aber das ist kein Problem, diese Fehler lassen sich am Computer leicht beheben. Die Bereinigung der Fehler und weitere Bearbeitungsmöglichkeiten werden im folgenden anhand der Bildbearbeitungssoftware Artweaver erklärt. In anderen Bildbearbeitungsprogram- men sind die Funktionen ähnlich. Gehen Sie behutsam mit den Einstellmöglichkeiten um. Oft empfindet man eine Einstellung im ersten Moment als überwältigend. In Wirklichkeit ist sie jedoch unnatürlich und entfremdend. Meist sind mehrere Schritte mit verschiedenen Werkzeugen nötig, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Öffnen Sie Ihr Foto mit Artweaver.

Farben korrigieren

Klicken Sie in Artweaver auf Bild > Einstellen > Farbton/Sättigung. Es öffnet sich ein kleines
Farbton/SättigungFenster mit den Einstellmöglichkeiten. Sollte Ihr Foto einen Rotstich haben, wählen Sie unter Bearbeiten: Rottöne. Ver- ringern Sie die Sättigung. Das Ergebnis sieht man in der Vorschau. Die Sättigung darf nur soweit verringert werden, daß sich die Konturen des Bildes nicht verändern. Wiederholen Sie das Ganze für Magentatöne und bestätigen Sie Ihre Änder- ungen mit OK. Der Rotstich sollte sich jetzt verringert haben, aber Ihr Bild ist dafür dunkler geworden. Es muß also wieder aufgehellt werden.

Helligkeit/KontrastHelligkeit und Kontrast

Klicken Sie auf Bild > Einstellen > Helligkeit/Kontrast. Erhöhen Sie die Helligkeit mit dem Schieberegler. Sollte sich ein Weißfilm bilden, erhöhen Sie den Kontrast. Helligkeit und Kontrast wird auf das ganze Bild angewendet. Eine andere Möglichkeit der Bearbeitung ist die Gradationskurve (Bild > Einstellen > Gradationskurven). Mit diesem Werkzeug können helle und dunkle Flächen des Fotos getrennt voneinander bearbeitet werden, z.B. nur dunkle Flächen heller machen. Das Werkzeug läst sich nicht weiter erklären, probieren Sie es aus.

Hintergrund entfernen

Wenn Sie möchten, können Sie mit Artweaver den Hintergrund Ihres Fotos entfernen. Das Beschneiden eines Fotos ist ein sehr aufwändiger Bearbeitungsprozeß und erfordert ein wenig Geschick im Umgang mit der Maus.

Bei Retuschierarbeiten sollten Sie mit mehreren Ebenen arbeiten. Sollte das Ebenenfenster geschlossen sein, klicken Sie auf Fenster > Ebenen einblenden. Im Ebenenfenster klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Ebene mit der Bezeichnung Hintergrund und wählen Ebene duplizieren. Jetzt haben Sie Ihr Bild verdoppelt. Klicken Sie im Ebenenfenster auf die Ebene Hintergrund, wählen Sie das Formauswahl-Werkzeug Rechteck und markieren Sie damit Ihr komplettes Bild. Klicken Sie auf
ausschneidenBearbeiten > Löschen. Sie haben jetzt einen weißen Hintergrund und Ihr Foto befindet sich eine Ebene darüber. Klicken Sie im Ebenenfenster auf die Ebene Hintergrund Kopie und duplizieren Sie sie vorsichtshalber noch einmal. Wenn Sie von Ihrem Bild zuviel wegschneiden, haben Sie so die Möglichkeit dieses Teil wieder hinzuzufügen. Die Ebene Hintergrund Kopie Kopie kann mit dem kleinen Auge links neben dem Vorschaubild ausgeblendet werden. Klicken Sie anschließend wieder auf die Ebene Hintergrund Kopie. Die Ebene, die Sie bearbeiten möchten, muß im Ebenenfenster immer angewählt sein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Ebene und wählen Sie Ebenenattribute, wenn Sie der Ebene einen anderen Namen geben möchten. Das ist hilfreich, wenn man mit besonderes vielen Ebenen arbeitet.

Sie haben also jetzt 3 Ebenen. Die unterste Ebene hat einen weißen Hintergrund, die mittlere Ebene enthält das zu beschneidende Bild und die Obere die Sicherungskopie. Die mittlere Ebene ist ausgewählt. Zoomen Sie sich als erstes mit der Lupe etwas ins Bild, bis Sie die Ränder Ihres Objekts für groß genug zur Bearbeitung halten. Im Untermenü (obere Leiste) der Lupe können Sie zwischen
LassowerkzeugEinzoomen und Auszoomen wechseln. Wenn Sie die richtige Zoomeinstellung gefunden haben, klicken Sie auf das Lasso-Werkzeug. Stellen Sie im Untermenü des Lassos eine weiche Kante von 2 Pixeln ein. Mit dem Lasso markieren Sie, durch schrittweises Klicken, den zu entfernenden Bereich in Ihres Fotos. Klicken Sie erst am Rand Ihres Objektes entlang und dann, etwas außerhalb, zurück zum Anfang. Wenn
freistellen Sie am Anfang angelangt sind, erscheint ein kleiner Kreis am Lasso. Mit dem letzten Klick wird die Form geschloßen und Sie erhalten eine mar- kierte Form. Drücken Sie die Entfernen Taste auf Ihrer Tastatur und der markierte Teil des Fotos wird gelöscht. Sollte das Foto größer sein als die Arbeitsfläche, können Sie Ihr Foto mit der Hand in der Arbeitfläche verschieben. Markieren Sie dann den nächsten Teil Ihres Fotos mit dem Lasso und entfernen Sie ihn, bis Sie Ihr Objekt ausgeschnitten haben.

Freistellen und Bildgröße

Sie möchten die Ansicht eines Details aus Ihrem Foto realisieren? Kein Problem. Markieren Sie den Teil Ihres Bildes, den Sie behalten möchten, mit dem Freistellungswerkzeug und klicken Sie im Untermenü auf Anwenden. Achten Sie bei Fotos, die Sie nicht ausgeschnitten haben, auf den goldenen Schnitt
Bildgröße (Beschreibung weiter unten). Passen Sie als letzten Schritt noch die Größe Ihres Bildes an das Internet an. Klicken Sie auf Bild > Bildgröße. Ihr Bild sollte nicht größer als 300-400 Pixel, bei einer Auflösung von 72dpi, sein. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK. Klicken Sie jetzt auf die Lupe und anschließend mit der rechten Maustaste auf Ihr Foto. Wählen Sie Ganzes Bild. Ihr Bild wird jetzt in der eingestellten Größe angezeigt. Die Bildbearbeitung ist damit abgeschloßen.

Speichern

Bevor Sie Ihr Bild auf die Webseite übertragen können, müssen Sie es noch im JPG-Format abspeichern. Klicken Sie auf Datei > Speichern unter, wählen Sie als Dateityp JEPG und bestätigen Sie
Bildqualitätmit speichern. Im nächsten Fenster sollten Sie, mit dem Schieberegler, eine Qualität zwischen 80 und 90 wählen. Das verringert die Dateigröße ohne die Bildqualität zu verschlechtern.

Wenn Sie Ihr Bild Zwischenspeichern möchten, z.B. um es später weiter zu bearbeiten, wählen Sie als Dateityp das Artweaver-Format AWD. In diesem Format bleiben Ihre Ebenen erhalten.

Der Goldene Schnitt

Positionieren Sie ein Objekt in einem Foto nicht einfach nach Lust und Laune. Erzeugen Sie ein Bild mit Spannung. Ein Objekt, daß sich in der Mitte eines Bildes befindet, erscheint langweilig. Eine uralte Technik, um ein Bild mit Spannung zu erzeugen, ist der sogenannte goldene Schnitt. Das Verhältnis des goldenen Schnitts ist 3:4, also 3 Teile zu 4 Teile. Wählen Sie das Detail Ihres Fotos, daß Sie zeigen möchten und markieren Sie ihn ca. 3 mal so groß. Das Format des Auswahlbereiches (hoch, quer) sollte natürlich direkt mit festgelegt werden. Verschieben sie die Auswahl dann so, daß sich Ihr Detail im Verhältnis 3:4 von den Rändern befindet. Es gibt 4 Punkte in einem Bild, die im goldenen Schnitt liegen. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf Anwenden.

golderner Schnitt

Fotografieren im Freien

Natur- oder Architekturaufnahmen funktionieren prinzipiell genauso wie die Objektfotografie. Suchen Sie sich eine Position aus der Ihr Motiv optimal zur Geltung kommt. Achten Sie auf den Stand der Sonne, sie darf nicht in das Objektiv der Kamera scheinen, sollte sich also hinter oder neben Ihnen befinden. Scheint die Sonne direkt ins Kameraobjektiv, wird Ihr Objekt zu dunkel und der Hintergrund zu hell. Positionieren Sie Ihr Objekt sollte auf dem Foto im goldenen Schnitt, um eine spannungsvolle Wirkung mit dem Hintergrund zu erzielen.
Naturfoto

Menschen fotografieren

Ein Mensch ist kein statisches Objekt, daß man sich optimal hin- stellen kann. Ein Fotomodell, daß Sie fotografieren möchten, soll Ihre Webseite präsentieren. Es muß deshalb mit der Kamera "sprechen" können. Mimik und Gestik sowie eine natürlich wir- kende Körpersprache sind äußerst wichtig. Wählen Sie ein Foto- modell, daß sich auch fotografieren lassen möchte. Man erkennt, ob jemand widerwillig vor die Kamera gestellt wurde.

PersonLegen Sie den Stil und die Farbe der Kleidung fest, passend zum Thema Ihrer Webseite. Überlegen Sie sich, was das Modell auf Ihrer Webseite präsentieren soll - einen Gegenstand, eine Situation, ein Gefühl usw. Wenn diese Gründe feststehen, ist es für den Fotografen einfacher, das Modell in eine entsprechende Körperhaltung zu bringen. Achten Sie auf den Gesichtsausdruck Ihres Modells und, ob es in die Kamera schauen soll oder, ob die Situation besser dargestellt wird, wenn es nicht in die Kamera schaut. Der Gesichtausdruck und die Körperhaltung sollten immer natürlich aussehen und der dargestellten Situation gerecht werden.

Es gibt noch viele andere Methoden ansprechendes Fotomaterial zu erstellen. Mit den hier Beschriebenen, sollten Sie in der Lage sein, Fotos zu erstellen, die Ihre Abbildung überzeugend präsentieren können.
Zusammenfassung
  • Es findet ein Kommunikationsprozeß zwischen Anbieter und Besucher statt. Diesen Prozeß kann man so beeinflußen, daß ein positives Feedback beim Besucher erzielt wird.
  • Schlüsselbegriffe zur Suchmaschinenoptimierung müssen gefunden werden. Daraus entsteht die Seitenstruktur und das Navigationsmenü. Die Keyworddichte beeinflußt die Relevanz der Seite im Suchergebnis.
  • Der textliche Inhalt muß den Informationsbedarf eines Besuchers decken. Erzeugen Sie positive Reaktionen bei ihrer Zielgruppe durch die in Aussichtstellung einer Bedürfnisbefriedigung.
  • Farben wirken auf das Unterbewußtsein des Betrachters. Mit der passenden Farbgebung verstärkt man das Thema der Seite. Die Farbgebung muß eine harmonische Wirkung erzeugen.
  • Die Präsentation der Webseite wird mit Bildmaterial untermalt. Fotos verstärken inhaltliche Aussagen und machen die Webseite lebendig.